Sonntag, 23. Oktober 2016

Die Brennenden Buchstaben auf dem Buchmessecon 2016...



Es ist schon ziemlich lange her, seit ich das letzte Mal auf dem Buchmessecon gewesen bin. Das dürfte 2005 gewesen sein. In diesem Jahr hatte ich mir fest vorgenommen, die Traditions-Veranstaltung für SF-Fans und Macher zusammen mit Kirsten zu besuchen und genau das haben wir gestern getan.
Zunächst mal ein großes Lob ans BuCon-Team, dem es gelungen ist, eine Convention zu organisieren, auf der man vom oft beklagten Nachwuchsdefizit nichts spürt. Zeitweise fühlte man sich wie auf der RPC, wenn auch mit weit weniger Cosplayern. Es lässt sich natürlich nicht leugnen, dass der BuCon längst keine reine Fanveranstaltung mehr  ist. Vielmehr ist er ähnlich wie die Frankfurter Buchmesse ein Treffen von Machern geworden.  Genau das macht den Reiz aber aus. Ich befürchte, ich habe gestern längst  nicht alle Kollegen, Bekannte oder Facebookfreunde getroffen oder erkannt. Für manch irritierte Reaktion muss ich mich entschuldigen. Sollte ich einen Gruß nicht erwidert haben, war mein Gehirn gerade mit dem Such- und Identifikationsvorgang in der internen Datenbank beschäftigt. Aber ich denke, es ging auch anderen so. Bei mindestens zwei Gelegenheiten kamen wir zu dem Schluss, dass wir auf Facebook schon kommuniziert hatten, das aber einige Zeit zurück lag. Und nicht jeder aus der Szene postet so oft sein eigenes Konterfei, wie ich es tue. Da merkt man dann erst später, an wem man vorbei gestürzt ist.
Auch diesmal waren meine Frau und ich eher verhuschte Congestalten. Wir haben zwei Lesungen mit Gabriele Behrend und Christian Günther absolviert und die Zeit dazwischen so genutzt, wie wir es geplant hatten. 17 Uhr war das Zeitlimit, das wir uns aus verschiedenen Gründen setzen mussten.
Unsere Idee war es, trotzdem möglichst viele Interviews mit Autoren, Verlegern und Freunden aufzunehmen, die in den letzten Jahren mit uns gemeinsam virtuelle Lesungen gemacht haben. Also sozusagen diesmal auf die Ebene oberhalb des Cyberspace zu wechseln.
Wahrscheinlich bin ich nicht der einzige Convorleser oder Eventorganisator, der es schade findet, dass so wenig Film- und Videomaterial online geht,  obwohl permanent fotografiert und  sogar gefilmt wird. Nur wo findet man die Aufnahmen später? Gelegentlich taucht nach ein oder zwei Wochen irgendwo ein Videomitschnitt auf, aber das ist dann schon großes Glück. Ist doch eigentlich viel zu schade, wenn man so etwas erst verlinken kann, wenn man sich selbst kaum noch daran erinnert. Deswegen geht unsere Con-Reporatge schneller online. Zielvorstellung war der Sonntagabend..
Unsere kleine, ganz eigene Conreportage mit Schwerpunkt auf ehemaligen Gästen der Brennenden Buchstaben bei virtuellen Lesungen (aber nicht nur) ist uns im gesetzten Rahmen ganz gut gelungen, denke ich. Wir haben die Videos fast nicht bearbeitet, oft ist sogar der Einschaltvorgang der Kamera noch mit dabei und der Ton ist zuweilen leider bei weitem nicht so gut, wie er unter Verwendung eines Mikros hätte sein können. Nächstes Mal machen wir es besser. Apropos nächstes Mal:
Nächste Woche werde ich am Samstag und Sonntag auf dem Kitty Moan Con sein. Wer sich also für ein kleines Interview begeistern kann, der möge mich einfach ansprechen. 
 
 
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