Montag, 5. Oktober 2015

Das FdL 2015: Wie es für uns war...

Kaum zu glauben. Wir haben das jetzt zum vierten Mal gemacht. Ein dreitägiges Kulturevent mit Halbstundentakt. Seit 2011 organisieren wir nach Möglichkeit jedes Jahr unser großes Kulturfestival in SecondLife. Bis aufs letzte Jahr eben.  Da haben Zause und ich  uns eine Pause gegönnt für unser privates Festival der Liebe. Um zu heiraten.
Für uns ist das FdL eine Menge Arbeit, Stress pur, vor allem am Samstag und Sonntag unglaublich anstrengend und oft auch nervenaufreibend. So wie gestern. Da hat Linden Labs doch mitten in der Veranstaltung eine ungeplante Wartung ihrer Voice Server eingelegt. Schöne Idee bei einem Event, das vor allem aus Lesungen besteht.
Mir tut es jetzt noch wahnsinnig leid für Sabine Osman, die zwar zunächst mit ihrem Programm beginnen konnte, aber kurz vor Ende abrupt aus ihrem Vortrag gerissen wurde. Wir schulden Dir eine lange,störungsfreie Lesung. Dein Vortrag kam bis zum Crash dennoch sehr gut an! Um so schlimmer war es dann natürlich. Der Programmpunkt mit Tsumi Larnia direkt nach Sabines Lesung kam glücklicherweise ohne Stimmübertragung aus. In Stuttgart mussten wir noch zehn Minuten Blut schwitzen. Wir hatten unglaubliches Schwein, dass die Voice Funktion ziemlich genau um 22 Uhr wieder zur Verfügung stand.
Tja, wie schon erwähnt: Das FdL bedeutet Stress und Arbeit für uns.  Wir freuen uns trotzdem jedes Mal drauf wie Bolle. Im Frühjahr hatte Zauseline/Kirsten es noch mal ganz deutlich gesagt: "Ich will dieses Jahr wieder ein FdL."
Damals also rein in die Arbeit.
 Die erste Phase besteht darin, Schriftsteller und Künstler einzuladen. Meistens die einfachere Aufgaben vor allem, wenn sie schon mal bei einer virtuellen Lesung waren.  Andere möchten erst noch überzeugt werden, dass sie nicht nur 30 Minuten ihrem Laptop etwas vorlesen, sondern dass da wirklich jemand zuhört. Eine Herausforderung, der wir uns gern stellen. Und wir können sehr überzeugend sein.
Die Bühnen für die Lesungen werden von den Mitorganisatoren des Events gebaut, die sich meistens mit großer Begeisterung in die Arbeit stürzen. In diesem Jahr also Samiraa Adderstein,  Barlok Barbosa, Bastian Barbosa (die beiden haben nur zufälligerweise den selben Nachnamen), BukTom Bloch,  Clairediluna Chevalier und Sumsum Larnia, Die Kunstinstallationen entwerfen die Künstler selbst.
Der größte Teil der Arbeit besteht für uns darin, auf das FdL aufmerksam zu machen. Auf Websites, in Blogs, in Foren, in SecondLifegruppe und das nicht nur einmal sondern erst oft und dann...nun ja, öfter. Ich bin sehr froh, dass ich bisher noch nie eine Beschwerde darüber gehört habe, dass wir in den letzten zwei Wochen vor dem Tag X fast täglich aktuelle Meldungen zum Festival herausgeben, oder sperrfeuerartig bei jeder Gelegenheit den Werbetext ins Web jagen. 
Schon gestern stand fest: Die Arbeit hat sich wieder mal gelohnt.
Am dritten Tag des FdL sind die Besucherzahlen noch mal nach oben gegangen. Von durchschnittlich 27 pro Veranstaltung am Samstag (ja, ich hab`s wirlich nachgerechnet) auf  31 am Sonntag. Tolles Ergebnis für die Künstler und Schriftsteller, die Organisatoren und Bühnenbauer.
Zwischen 19 und 22 Uhr verfolgten gestern sogar 40 Besucher die Veranstaltungen des FdL. Und es gab tatsächlich Besucher, die noch während der Veranstaltungen live Bilder bei Facebook gepostet haben. Danke Uwe!

Wo wir gerade bei den Besuchern sind. Es waren alte Bekannte dabei, die man schon einige Zeit nicht mehr in der virtuellen Welt gesehen hat, aber auch neu entstandene Avatare, die speziell für eine ganz bestimmte Lesung registriert wurden. Wir bleiben also nicht allein in unserem digitalen Biotop. Virtuelle Events finden auch bei denen Anklang, die sich vorher nie damit beschäftigt haben. 
Wir stellen fest: Es macht nicht nur Spaß, es lohnt sich auch für alle. Und ich behaupte, wir sind mittlerweile zu einer ganz eigenen Szene geworden.
Unser Dank für das FdL geht an die Schriftsteller, Künstler und Performer:
Buktom Bloch Jan-Tobias Kitzel, Wilfried Abels, Hildegard Schäfer, Anja Bagus, Ataro Asbrink, Bernar LeSton, Chapter Kronfeld, Jennifer B. Wind, Moewe Winkler, Michael Heide, Kjs Yip, Jens-Philipp Gründler, Michael Iwoleit, Rael Wissdorf, Firlefanz Roxley, Andrea Brücken, Markus Gersting, Felix Münter, Sabine Schäfers,  Xirana Oximoxis ,Judith Vogt , Tom Daut, Sabine Osman, Tsumi Larnia, Frederic Brake, FanFan Babiis

Und die Mitorganisatoren: Samiraa Adderstein, Wilfried Abels,  Barlok Barbosa, Bastian Barbosa, BukTom Bloch,  Clairediluna Chevalier, Markus Gersting, Sumsum Larnia, Chapter Kronfeld, Joey TwoShoes, Moewe Winkler, Kjs Yip.

Unten einige fotographische Impressionen. Fehlen Bilder Eures Programmpunktes, wird das daran liegen, dass ich bei Euch mitgelesen habe. 

Danke, danke, danke. 


Die Chefin überwacht alles!

Belohnungsprinzip!

Jede Menge Text.


Claire nimmt die Sätze für das I want to escape- Projekt auf. Im Bild mit Jens-Philipp Gründler und Wilfried Abels.

Ataro Asbrink erklärt wie Coded Movies funktionieren. Guter und sehr überzeugender Vortrag.

Andrea Brückens Führung zum Thema Doodles.



Auf dem Weg von der Landeplattform der Hünensphäre zu Hydorgols Lesung.

Felix Münters Lesung in der wunderbaren Kulisse von Clairediluna Chevalier.



Kirsten liest aus dem von ihr übersetzten Kinderbuch von Xirana Oximoxi. Xiranas Illustrationen sind im Hintzergrund zu sehen.

Judith Vogt liest im SL Planetarium. Auf diesem Bild sind noch einige Plätze frei, tatsächlich waren nachher 39 Gäste anwesend.

Kurz vor der gemeinsamen Lesung von Tom Daut gemeinsam mit Judith Vogt und mir. 40 Gäste im inposanten Bühnenbild von Barlok Barbosa.



FanFan Babiis Ausstellung in der Yúcale Coffee Gallery. Ein voller Erfolg!

Das "I want to escape" Projekt.

BukTom liest einen bewegenden Erfahrungsbericht über eine Hilfsaktion für Flüchtlinge im mannheimer Bahnhof.

Installation "I want to escape" mit den Figuren von Andrea Brücken und Installationen von bukTom Bloch, Chapter Kronfeld, Kjs Yip, Xirana Oximoxi und Moewe Winkler.


Die Figuren sprechen auf Klick mit den Stimmen fast aller  FdL Teilnehmer.

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