Dienstag, 30. April 2013

Alles fließt

von Zauselina Rieko

ThK


Thorsten Küper (Kueperpunk Korhonen) im Interview von Dennis Schmolk zu Second Life und seinen literarischen Möglichkeiten befragt, beantwortet auf dem Blog Alles fließt. Fragen zum "Hype 2007", Literatur in der Online-Welt vs. klassische Lesung und vieles mehr. Aber lest selber ....

Sonntag, 28. April 2013

Kulturszene in SL Frühjahr 2013

von Kueperpunk Korhonen


http://www.spiegel.de/netzwelt/web/3-d-welten-cloud-party-soll-das-neue-second-life-werden-a-895134.html#sp.goto.blogcomment=4300


Liebe Freunde, Veranstalter, Eventmanager, Künstler, Musiker, Performer und Vortragende in SecondLife und Opens SIMs,

ihr kennt ja unser kleines Problem mit den Mainstream-Medien.
Sobald man das Thema "virtuelle Realität" anschneidet, insbesondere, wenn es um Second Life geht, ist es fast so als würden die Damen und Herren Journalisten beide Hände auf die Ohren pressen und dann laut „Lalala, ich kann dich nicht hören“ trällern.
Heute ist einer dieser Tage. Wieder einmal hat sich ein großes deutsches Nachrichtenportal des Themas Second Life angenommen – was selten genug passiert - und  es folgt das hinlänglich bekannte Fazit:
Ist ja gar nichts los hier, alles tot, und man muss unbedingt auf eine andere virtuelle Welt ausweichen, um wieder Leben in die Bude zu bringen.
Wir von den Brennenden Buchstaben helfen ja immer gern. Anscheinend muss ein kleiner Überblick über die derzeitigen Kulturangebote her. Also was passiert eigentlich im Jahr 2013 in Second Life? Wo findet man überhaupt die Bewohner des Cyberspace?
Ist ja alles offenbar verwaist und aufgegeben worden.
Zunächst einmal: Natürlich finden wir in einer virtuellen Welt, die im Vergleich zu ihrer Nutzerzahl außergewöhnlich groß ist, nur an den Punkten Avatare, an denen gerade auch irgendeine Veranstaltung stattfindet.
Shoppingmeilen haben in der virtuellen Welt sicherlich längst nicht mehr den Zulauf wie in ihrer Frühphase. Gekauft wird aber nach wie vor: Und zwar online im Marketplace. Leerstehende Einkaufsmeilen sind also ganz bestimmt kein Indikator für ein unbelebtes Metaversum.  Es besteht keine Notwendigkeit mehr für den Bau von Läden.
Kommerzielle Aspekte interessieren uns aber auch überhaupt nicht. Wir wollen einmal schauen, was kulturell los ist in der virtuellen Welt. Ein Überblick für alle, die schon mal was darüber gelesen haben – vielleicht in den Mainstreammedien – und denen deshalb leider entgangen ist, wie viel Leben in der Szene ist. Mehr denn je würde ich behaupten.

Lesungen in SecondLife:

Oh ja, es gibt sie. Und es ist nicht etwa so, dass dort Avatare literarische Ergüsse absondern, die das Metaversum besser nie verlassen sollten, weil sie in der realen Welt eine ernsthafte Gefährdung für Kulturpublikum mit gutem Geschmack darstellen.
Die Second-Life-Kulturmacher/innen laden mit hoher Frequenz Autoren und Autorinnen aus dem First Life ohne Second-Life-Vorerfahrung zu virtuellen Lesungen ein. Man nimmt sich gern die Zeit, den Newbies beim Überwinden technischer Hürden zu helfen, damit sie vor einem interessierten Publikum aus Avataren auftreten können.
Schriftsteller, die es versuchen, sind häufig überrascht darüber, wie gut so eine Lesung funktioniert und dass sich das Publikum genauso diszipliniert verhält, wie bei einem Realauftritt. Wer jetzt argwöhnt, dass sich die Autoren, ohne es zu bemerken vor einem potemkinschen Publikum aus Pixelschaufensterpuppen wieder finden, der irrt. Im offenen Voice- und Textchat werden meistens noch eine Stunde über die Lesung hinaus Fragen an den / die Autor/in gerichtet. Die Dynamik zwischen Vortragenden und Zuhörern ist von einer Realveranstaltung kaum zu unterscheiden. Erstaunlich, dass sich diese Plattform bisher nicht stärker durchgesetzt hat – zumindest im deutschsprachigen Raum. In den USA ist das Standing solcher Events etwas besser.
In der Kulturlocation „Kafé KrümelKram“ waren bisher bekannte Autoren wie Karl Olsberg, Michael Marrak, Siegfried Langer, Thomas Thiemeyer, Lea Korte, Ingrid Schmitz, Arno Strobel, Michael Meisheit, Marcus Hammerschmitt und viele andere zu Gast. Viele von ihnen haben bereits weitere Auftritte an Locations wie beispielsweise dem virtuellen Köln, das ebenfalls in Second Life beheimatet ist, absolviert.

Örtlichkeiten an denen man regelmäßig Lesungen, Theaterausstellungen und Comedy erleben kann sind:


BukToms Pegasus Bibliothek, in der man tatsächlich auch eine unglaublich große Menge lesbarer Bücher findet. In diesem Bereich zählt BukTom sicherlich zu den absoluten Pionieren in der virtuellen Welt.

Morlock`s Revenge Pub

Kafé KrümelKram der Literaturgruppe Brennende Buchstaben (die Autoren dieses Artikels)


Berichte von Autoren über ihre Lesungserfahrungen in SecondLife:





von Susanne O´Connell

Berichte über die SecondLife Kulturszene in Blogs :

Bei Was mit Büchern...

Bei Sinn und Verstand...

Bei Meiermeint...


Michael Meisheit, hauptberuflich Drehbuchautor bei der dienstältesten deutschen Familenfernsehserie liest im Fake-Studio aus seiner Persiflage "Soap". 

E.M.Jungmanns Lesung aus der Space Opera "Jenseits von Ninive" stilecht an Bord einer Raumstation. 


"DebuggingYou." Umsetzung einer Kurzgeschichte als Bühnenstück. 
Autor Thomas Thiemeyer liest Science Fiction im Kafé KrümelKram.
Der Berliner Autor Frank Sorge liest humorvolle Texte über die reale Berliner Szene.





Hinter den Kulissen einer SecondLife Lesung.

Theater in SecondLife?

Auch das ist möglich. Noch vor wenigen Monaten präsentierten die Macher im virtuellen Köln sehr erfolgreich ihr Stück „Drachenblues“ nach einer Kurzgeschichte des Autors Frederic Brake. Die Aufführung tingelte von zahlreichen Zuschauern gefeiert über mehrere SIMs in Secondlife. Die Proben zum  Nachfolgestück „Die Traumkugel“ finden bereits wöchentlich statt.
Auch Kabarett und Comedy gibt es in SecondLife. Einer der Autoren dieses Artikels zieht gerade mit seiner Show „Nerdy but lovin it…“ durch SecondLife und OpenSims wie das Metropolis Grid.


Musik in SecondLife?

Es hat sich erstaunlicherweise herum gesprochen, dass es Live Musiker in SecondLife gibt. Man geht natürlich üblicherweise davon aus, dass diese Musiker erstens schlecht oder zweitens nicht tageslichttauglich und deswegen auf die Virtual Reality Bühne fixiert sind. Eines von vielen hervorragenden Gegenbeispielen:
Die Singer-Songwriterin Jordan Reyne. In Second Life ist sie bereits ein Kultstar, tritt aber auch bei großen Festivals im Real Life auf. Ein Video sagt mehr als tausend Worte, hier ein aktuelles:




Jordan Reyne kann man regelässig im wunderbaren Steampunk Pub „Morlock`s Revenge“ erleben. Dort finden ebenfalls regelmäßig Lesungen sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache statt.


Kunst in SecondLife?

Wahrscheinlich die aktivste Guppe innerhalb des Virtuversums. Kunst geht in SL mittlerweile weit darüber hinaus, Gemälde hoch zu laden und auf virtuelle Leinwände zu legen. Die aktuelle Kunstszene bemüht sich, die Möglichkeiten immersiver Darstellungen und Formen voll auszunutzen und auszuweiten.
Eines der glanzvollsten Beispiele nach wie vor Bryn Oh, im realen Leben der kanadische Ölmaler Brynley Longman. Ihre/seine Second-Life-Installation haben es mittlerweile auch in reale Kunstgalerien geschafft. Selbst wenn sie auf einem Monitor ausgestellt werden müssen.
Aber auch hier holt die deutschsprachige Second-Life-Kunstszene auf. Ein Bild davon kann man sich beispielsweise in Asmita Duranjayas Space4Art verschaffen. Selbst Künstlerin bietet sie vielen Kollegen die Möglichkeit, ihre Werke einem größeren Publikum in der virtuellen Welt vorzustellen. Auch in den OpenSims wie Metropolis Grid nimmt Kunst einen immer größeren Raum ein. Gerade erst hat man dort den Summer of Arts und das fünfjährige Jubiläum gefeiert.


(Kollegen, die ich nicht erwähnt habe, mögen mir das verzeihen. Es ist nur im Eifer des Gefechts geschehen , oder weil wir noch nicht zusammen gearbeitet haben und es steckt garantiert keine Absicht dahinter. Ich war etwas in Eile ;-))

Was wir uns wünschen:

Eine gewisse Bereitschaft zum Hinschauen, das Ablegen von Scheuklappen und selektiven Ohrenschützern und sich bewusst zu machen, dass Ignorieren nicht mit Da-ist-nichts-los gleichgesetzt werden darf. Dafür geben wir uns nämlich eine bisschen zu viel Mühe. Der Spaß, den unsere Gäste daran haben – die Vortragenden, wie auch die Zuhörer -, ist es uns allemal wert. Es dürfen aber gern mehr werden.

Dienstag, 23. April 2013

Handwerk

von Zauselina Rieko

Was hat denn Handwerk mit Literaturbetrieb zu tun? Da fallen mir spontan ein: die mittelalterliche Buchmalerei, kolorierte oder unkolorierte Holzschnitte der Frühen Neuzeit, kunstvolle Buchrücken aus Leder und mit Gold belegt. Vor meinem geistigen Auge erwachen  Mönche in staubigen Klosterschreibstuben zum Leben, die mit geröteten Augen und schmerzenden Rücken über Papierbögen gebeugt mit Farbtiegeln hantieren zum Leben. In den Tiegeln befinden sich seltsame Mischungen aus Eigelb und Kohle, zerstoßenen Beeren und Grünspan. Gut - Buchillustration ist Teil der Kunst und Kunst ist immer auch ein Teil Handwerk. Das weiß jede(r) Künstler(in).
BukTom hat drüben auf seinem Blog jetzt das Handwerk "Bucherstellung in SL" erklärt. Für mich klingt es nicht weniger geheimnisvoll, als das Tun und Treiben der Mönche in ihren verschlossenen Klosterschreibstuben. Grünspan und Kohle hat BukTom nicht gebraucht, aber mit genauso viel Liebe zum lesbaren Wort sind seine Projekte aufgezogen. In seinen Tiegeln schwimmen Pixel und Word-Dateien, seine Pinsel heißen  pdf oder copy & paste.
Wer Literatur in die virtuelle Welt bringen möchte, sollte sich das kleine Tutorial zu Gemüte führen. Praktisch: BukTom hat alle Spezialbegriffe in Englisch und Deutsch aufgeführt, damit man einerseits weiß, wovon die Rede ist, andererseits die genannten Dinge in seinem SL Viewer wiederfindet.

Hier geht´s zu BukToms Blog:
http://buktomblog.blogspot.de/2013/04/buch-erstellung-in-sl-sl-secondlife.html

Montag, 15. April 2013

Gedanken über den Tod

von Zauselina Rieko



... musste ich mir gestern Abend noch einmal machen. Eigentlich beschäftigte mich das schon die ganze Woche, denn ich hatte die Nachricht vom Tod eines Freundes erhalten, den ich nur aus SL kenne. Er lebte in den USA und verstarb mit nur 35 Jahren in der Osterwoche. Es war kein Unfall und keine Krankheit; er hat diese Entscheidung selbst getroffen. Zurück bleiben Fragen: Hätte man das verhindern können, wenn man etwas geahnt hätte? Ging es ihm schon lange schlecht? Gab es einen spontanen Auslöser?

In einer 3D-Welt wie Second Life, die chatbasiert ist, das heißt als Grundlage der Kommunikation das geschriebene Wort hat (denn ein Voicechatter war er nicht), kann man  nicht wissen, wie es jemandem geht, der zurückhaltend und wenig mitteilsam ist. Dennoch: Mehr Aufmerksamkeit, mehr Lesen zwischen den Zeilen, mehr Nachfragen Wie geht es dir eigentlich? sind eben nicht verkehrt. Second Life ist keine Welt mit virtuellen Menschen.

Es bleiben Betroffenheit, Trauer, Verwirrung. Unser Beileid und Mitgefühl gelten seiner Lebensgefährtin, die jetzt SL ohne ihren geliebten Seric durchwandert, und natürlich der Familie, die einen unersetzbaren Verlust verkraften muss.

Bei FirleFanz gibt es eine Bilderstrecke

Samstag, 13. April 2013

Lilia Artis Lesung

von FirleFanz Roxley


Lilia Artis, Künstlerin und Schriftstellerin, las in der KrümelKram-Galerie Kurzgeschichten. In schauspielerischer Qualität trug sie ihre Texte vor. Die Bilder sind noch 4 Wochen lang zu sehen.
http://maps.secondlife.com/secondlife/Ataria/52/215/23

Noch eine Rezi auf dem Kunstkraxler-Blog.














Mittwoch, 10. April 2013

Am kommenden Samstag: Vernissage und Lesung mit Lilia Artis

von Kueperpunk Korhonen


Ab Samstag, den 13. April wird Lilia in der Galerie am Kafé KrümelKram ausstellen. Lilia ist aber nicht nur bildende Künstlerin sondern auch Autorin und sie wird einige Texte bei uns lesen. Außerdem stelt sie sich unseren und euren Fragen.
Die Lesung ist auf Deutsch!
Beginn: Samstag, 20 Uhr.
SLURL: http://slurl.com/secondlife/Ataria/58/204/23

Sonntag, 7. April 2013

BukTom im Planetarium

von Zauselina Rieko

Master of the Universe BukTom liest
Spectare und Bastian Barbosa haben in ihr fantastisches Planetarium eingeladen. BukTom las seine Science-Fiction-Kurzgeschichte in passender Umgebung.


Moderator Kueperpunk

BukToms Buch

Frauen in Flaschen 1

Frauen in Flaschen 2


Schöne Orbitreisende

Eingang zur Lese-Höhle

Fremde Wesen

Spacige Bauarbeiter

Samstag, 6. April 2013

happy birthday, Metropolis


Lightshow on Metropolis tonight. Metropolis is now 5 years old. Happy birthday!

BukTom liest

von Zauselina Rieko


Wir kennen ihn als Bibliothekar mit einer besonderen Passion für Bücher. Bücher, Bücher. Dieser Passion verdankt Second Life die größte, meist bedeutende und schönste Bücherei - die Pegasus-Bibliothek mit unzähligen Klassikern, dazu eine große Galerie und Platz für Veranstaltungen. Außerdem kennen wir in als den schnellsten Fotografen Second Lifes, der immer zur rechten Zeit am rechten Ort ist, um als Erster über Events im Literaturbereich mit Bild und Wort zu berichten. Aber jetzt schlägt er nochmal zu: Heute Abend wird er selber live lesen. Das BB E-Book-Event 2013 freut sich über BukTom als Vorleser. In der Reisetasche hat er Geschichten und Lyrik. Bastian Barbosas Planentarium ist Schauplatz. Welche Überraschung er sonst noch in seiner Reisetasche hat .... lasst euch eben überraschen .... Um 20 Uhr geht es los.
http://slurl.com/secondlife/Visionmountains/219/59/1204


Metro-Lesung

von Zauselina Rieko

Gewohnt bissig und satirisch präsentierte Kueperpunk Korhonen (Thorsten Küper) gestern Abend Kurzgeschichten im Metropolis-Grid. Im verregneten Wald unter Regenschirmen lauschte die Metro-Gemeinde seinen Texten. Anschließend ging´s zum Konzert von Wolem Wobbit. Ihr wollt MEHR Bilder? Ihr wollt GRÖSSERE Bilder? Ihr wollt SCHÖNERE Bilder? Dann schaut auf BukToms Blog vorbei.





 

358. Wissen ist Macht!

von Daruma Boa
Bild: A. Chust
Am Samstag den 6.4.2013 von 18-20 Uhr ist es wieder soweit. 358. Wissen ist Macht! auf www.secondradio.de von und mit Daruma Boa. Diesmal mit dem Thema: "Vision Boards" Was das ist? Samstag erfahrt ihr es.

Donnerstag, 4. April 2013

Post von BookCrossing

von Zauselina Rieko



Gestern Abend lag in meinem Briefkasten ein Bücherpäckchen. Aus Schwäbisch Hall hatte es sich nach Düsseldorf auf den Weg gemacht, um mich literarisch zu beglücken. Ein netter BookCrosser hat an mich gedacht und mir Sebastian Fitzeks "PS: Ich töte Dich" als Hörbuch, sowie Mary und Carol Higgins Clarkes "Es sieht dich keiner wenn du schläfst" als Papiererzeugnis und dazu als kleines Reclam-Heftchen Bernard Williams´ "Der Begriff der Moral. Eine Einführung in die Ethik" geschickt. Und da das Wetter wegen zu niedriger Temperaturen und zu grauem Himmel immer noch nicht am Frühling teilnehmen darf, werde ich mich wohl auf meine gemütliche Krimi-Couch verziehen bei heißem Kakao und Keksen und solange lesen, bis die Umwelteinstellungen vor meiner Haustür repariert sind.

Dienstag, 2. April 2013

Ein Preis und eine Lesung

von Zauselina Rieko



Herzlichen Glückwunsch Thorsten Küper (Kueperpunk Korhonen) zur Nominierung des Kurd-Laßwitz-Preises für die in Nova erschienene Geschichte "Rekonstruktor". Anlässlich der Nominierung wird es am Donnerstag, 4. April ab 20 Uhr eine Zusatzlesung in Barloks Raumstation geben.
Außerdem Glückwünsche an die ebenfalls nominierten Buchstabler und SecondLifer Marcus Hammerschmidt, Michael Marrak, Michael Iwoleit und Karsten Kruschel.