Montag, 15. April 2013

Gedanken über den Tod

von Zauselina Rieko



... musste ich mir gestern Abend noch einmal machen. Eigentlich beschäftigte mich das schon die ganze Woche, denn ich hatte die Nachricht vom Tod eines Freundes erhalten, den ich nur aus SL kenne. Er lebte in den USA und verstarb mit nur 35 Jahren in der Osterwoche. Es war kein Unfall und keine Krankheit; er hat diese Entscheidung selbst getroffen. Zurück bleiben Fragen: Hätte man das verhindern können, wenn man etwas geahnt hätte? Ging es ihm schon lange schlecht? Gab es einen spontanen Auslöser?

In einer 3D-Welt wie Second Life, die chatbasiert ist, das heißt als Grundlage der Kommunikation das geschriebene Wort hat (denn ein Voicechatter war er nicht), kann man  nicht wissen, wie es jemandem geht, der zurückhaltend und wenig mitteilsam ist. Dennoch: Mehr Aufmerksamkeit, mehr Lesen zwischen den Zeilen, mehr Nachfragen Wie geht es dir eigentlich? sind eben nicht verkehrt. Second Life ist keine Welt mit virtuellen Menschen.

Es bleiben Betroffenheit, Trauer, Verwirrung. Unser Beileid und Mitgefühl gelten seiner Lebensgefährtin, die jetzt SL ohne ihren geliebten Seric durchwandert, und natürlich der Familie, die einen unersetzbaren Verlust verkraften muss.

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