Sonntag, 6. Mai 2012

C´est la vie

von Zauselina Rieko

 


Wochenlange Werbung auf Facebook, Twitter und unseren Blogs, dazu Kontakte geknüpft zu Bekannten und Unbekannten, mit der Bitte, unsere Veranstaltung bekannt zu machen - sogar auf ein schwedisches Blog (Min avatar heter Apmel) und ein israelisches Online-Magazin (Midnight East) hatte es die Lesungsankündigung geschafft.
Damit war noch nicht alles erledigt. Die Autoren - davon vier absolute SL-Neulinge - mussten mit der Technik vertraut gemacht werden. Eine zeitfressenden Arbeit, die aber sorgfältig erledigt sein will.
Michael Iwoleit hat eigens für den gestrigen Abend eine neue Geschichte geschrieben.
Und damit immer noch nicht genug. Der Abend selber gestaltete sich in der Hinsicht nicht so freundlich, als dass sich Second Life von seiner zickigen Seite zeigen wollte. Crashs, Rausschmisse, nicht funktionierende Teleports - was man so von den Anfangstagen SLs noch gut in Erinnerung hat.
Nun ja, wir hatten jedenfalls mit viel Publikum vor allem aus der englischsprachigen Szene gerechnet. Darauf hatte unsere Werbung abgezielt, das sollte die Zielgruppe der fünf internationalen Autoren sein. Gekommen ist dann vor allem deutschsprachiges Publikum, das die Vorleser unterstützte und ermutigte. Wenn reale Menschen fehlen, die sofort mit entsprechender Geräuschkulisse und Gestik reagieren und so Zustimmung oder Ablehnung kundtun, dann sind die Reaktionen im Chat für den Vortragenden umso wichtiger.
Aus Polen, Spanien und Frankreich waren unsere Gäste angereist. 
Also letztendlich hatten wir eine Zuhörerschaft, die sich im Zahlenbereich von meist weniger als 20 bewegte.
Ob uns das enttäuscht? Traurig macht? Ja tut es. Wir hatten mehr als das Doppelte erwartet. Es waren gute Schriftsteller. Es war ein geniales Experiment. Es war gut vorbereitet. Es gab sehr viel Unterstütung von Buchstablern. Wie der Franzose sagt: C´est la vie - Das Leben ist hart aber ungerecht.
Eine kleine Geschichte am Rande, die noch erwähnt werden muss:
Jonathan Dotse aus Ghana hatte Verbindungsprobleme. Keine Verbindung, keine Lesung. So einfach, so schade. Aber nicht mit Jonathan Dotse. Er rennt durch die halbe Stadt und sucht sich ein öffentliches Café mit Internetanschluss. So kommen die Zuhörer in den Genuss von ghanaanesichen Straßengeräuschen, die den Live-Charakter der Lesung sympathisch unterstreichen. Eine Vuvuzela trötet, der Straßenverkehr braust und Passanten unterhalten sich lebhaft. Das ist auch C´est la vie - Das Leben kann so witzig sein.


Allen, die uns unterstützt haben mit Linden-Dollar, mit Werbung in ihren Gruppen, mit Postings, mit Twitterei und Facebooken, mit Weitersagen-an-Freunde und mit Aufstellen von Plakaten auf ihrem Land: Euch allen ein dickes Dankeschön! C´est la vie - Das Leben kann so bunt sein.
Auf Facebook gibt es mehr bunte Bildansichten.
Beim Kueperpunk drüben noch ein ausführlicher Kommentar.

Wer die Geschichten der gestrigen Autoren nachlesen möchte, kann das tun. Im Folgenden ein paar Links.

Bondoni bei Amazon
Ahmed A. Khan bei Amazon


Jonathan Dotses Seite

Auf Facebook gibt es detaillierte Bildansichten.
Kommentar veröffentlichen