Freitag, 10. September 2010

Gogbot 2010 Eröffnung

von Zauselina Rieko




Wie beschreibt man die gestrige Eröffnung des Gogbot 2010 in Second Life? Großeartig - überwältigend - fantastisch! Mit über 42 Besuchern und Besucherinnen allein in Second Life war das Event mehr als nur "viel beachtet". Und nur allein in Second Life war es nicht besucht, es wurde gleichzeitig ins MAC Berlijn (Media Art Café Berlijn) nach Enschede übertragen und realen Besuchern präsentiert. Trotz der späten Stunde von 23 Uhr blieben die Leute noch sehr lange, um die virtuellen Kunstwerke zu besichtigen. Die Uhrzeit war so gewählt, dass sie für möglichst viele Länder sozialverträglich war.
(Die mangelhafte Qualität der Bilder liegt an der hohen Besucherzahl. Mein Laptop war zeitweise arg strapaziert mit der ungeheuren Datenmenge. Aber da auch das Teil von Second Life ist, stelle ich diese Bilder jetzt so online, wie sich auch für mich darstellten.)

Nein, diese beiden Damen sind nicht schlecht gerezzt, und es ist auch nicht meine Grafikkarte, die streikt. Der graue Look ist Absicht. ColeMarie Soleil und Bryn Oh bevorzugen in diesem Herbst dezente straßenpflasterfarbene Ensembles.

Artistide Despres - der Avatar in schlumpfblau.

Eine Veranstaltung der Brennenden Buchstaben ohne den Kafé-Hamster? Undenkbar! Violetta Miles war Ehren-Nager.

In Second Life braucht man keine komplizierten Konstruktionen, um Filmaufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven zu machen. Kameramann Marcus hängte sich selber in die Luft, um das Spektakel von allen Seiten zu filmen. Die Eröffnung wurde live ins MAC Berlijn gestreamt.

Drei Künstler/innen wurden für ihre virtuellen Kunstwerke ausgezeichnet. Den ersten Preis (10.000 L$) machte Oberon Onmura. Den zweiten Platz (5.000 L$) konnte sich Werner Kurosawa sichern mit seiner Installation "Snow Voronoi". Der dritte Platz ging an Eupalinos Ugajin für den "All-in-one-Avatar".

Die Eröffnung fand ihren Abschluss mit einer Vorführung des Künstlers Stelarc, der auch damit bekannt geworden ist, dass er sich eine Ohrmuschel auf den Arm festoperieren ließ. (Nein - nicht in Second Life!) Seine riesigen schwebenden und sich drehenden Gehirne und Augäpfel sollen die Unvollkommenheit des menschlichen Körpers demonstrieren. Er führte auch seine virtuellen Roboter vor.

- "Zauselina und Violetta haben sich getroffen."
- "Wo denn?"
- "Zwischen Augapfel und Gehirn."

Die Kunstwerke bleiben noch ein paar Tage stehen. Im Kueper Singularity Tower kann man sich durch mancherlei Visionäres, Schrilles, Futuristisches und auf jeden Fall Künstlerisches klicken. Nehmt euch die Zeit vorbei zu schauen. Man kann nicht alles mit einem Mal konsumieren. Wer zu schnell drüber huscht, verpasst interessante Details. Die BRENNENDEN BUCHSTABEN werden am Wochenende persönlich auf dem RL Gogbot 2010 in Enschede anwesend sein und Bilder und Eindrücke einsammeln für euch.
Kommentar veröffentlichen