Montag, 2. August 2010

Schutz der Privatsphäre

von Zauselina Rieko

Auf dem Blog von Leander Wattig bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen, der noch mal frischen Wind in die aktuelle Diskussion um Datensammelei und Privatsphäreschutz bringt. Der Schauspieler Ashton Kutcher beschreibt, wie er soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook nutzt, um sein öffentliches Bild positv darzustellen. Er flutet den Markt mit Bildern und Informationen, damit er erstens selber bestimmt, was von ihm und seinem Umfeld in die Öffentlichkeit gelangt und zweitens um das Interesse der Papparazzi an heimlichen Schnappschüssen auszuhebeln.
"Angriff ist die beste Verteidigung" - so könnte man diese Strategie einordnen. Gezielt positive Meldungen streuen, den Informationsmarkt fluten mit harmlosen Meldungen, Neugier befriedigen und dabei selber bestimmen WOMIT.
Das ist sicher ein aktiver Umgang mit sozialen Netzwerken. Immer schon haben Prominente versucht, ein Image aufzubauen - das ist nichts Neues. Aber der Artikel zeigt auch, dass man Neuerungen nicht nur hilflos ausgeliefert sein muss und immer nach Verboten und schärferen Gesetzen schreien muss. Man kann durchaus selber aktiv werden und sich die Besonderheiten, nach denen gesellschaftliche und mediale Phänomene ticken, zu eigen machen.
Das wirft natürlich die Frage auf, mit wie viel Wahrheit man es noch zu tun hat, wenn auch Leute mit einer medial weißen, aber real schwarzen Weste das Spiel beherrschen.


Hier geht´s zu dem Artikel: Wer sich selbst entblößt, schützt seine Privatsphäre mitunter am besten
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