Sonntag, 22. November 2009

2012 - Filmkritik



Katastrophenspezialist und Weltuntergangsexperte aus dem Schwabenland Roland Emmerich lässt mal wieder alles untergehen. Diesmal im Wasser. Eine große Flutwelle kommt über die Anden. Zuerst aber bekommt die Erdoberfläche einen riesigen Riss. Und alle Häuser stürzen ein, und alle Bäume fallen um, und alle Kühe auch ...

Eine Familien- und Love-Story gibt´s nebenbei auch noch. Der Nebenbuhler kommt - wer hätte es gedacht und ach wie praktisch - in der Katastrophe um.

Wie überlebt die Menschheit das Ganze? DAS Prinzip ist dann nicht auf Emmerichs Mist gewachsen, DAS Prinzip ist schon bisschen älter. Etwa 5000 Jahre oder so älter. Hat ein Archetyp erfunden. Noah. Also transportiert ins Jahr 2012 heißt das: Riesige Schiffe mit Platz für etliche Tiere, zur Rettung jeder Tierart eben immer paarweise und auch Platz für viele Menschen. Solche mit Geld haben bessere Überlebenschancen. Ja ... Milionäre und Milliardäre lassen sich günstiger fortpflanzen.

Daneben gibt´s jede Menge ästehischer Bilder von einstürzende Hochhäusern und überfluteten Gebirgen und in Erdspalten fallenden Menschen. Ist ein bisschen zu viel des Guten. Wenn dann die Filmhelden in aller Seelenruhe bis zum Erdkern gucken, kommt das nicht soooooo glaubwürdig rüber. Politisch korrekt mit schwarzem Präsidenten, aber politsch auch unverfänglich mit bösen Kommunisten und Russen, die sich am Ende doch noch human verhalten - sozusagen für jeden etwas dabei auch mit einer Prise Sozialkritik - ist der Film zwar optisch gelungen, inhaltlich aber dünn. Trotzdem gut für nette Samstagabend-Unterhaltung.

Hier der Trailer.
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